Das vorrangig bei Hunden mit herabhängenden Ohren vorkommende Blutohr bezeichnet eine besondere Form des Blutergusses in der Ohrmuschel. Betroffene Hunde zeigen ein plötzlich prall geschwollenes und warmes Ohr. Meist ist eine zu Grunde liegende Erkrankung Auslöser für ein Blutohr. Es ist daher äußerst wichtig, deinen Hund tierärztlich untersuchen zu lassen. Nur so können Grunderkrankung sowie das Othämatom selbst erfolgreich behandelt werden.
Die Ohrmuschel des Hundes setzt sich aus dem Ohrknorpel und der darüber liegenden Knorpelhaut zusammen. Über diese Knorpelhaut spannt sich enganliegend die Haut. Diese ist auf der Innenseite der Ohrmuschel dünner und kaum behaart. An der Außenseite der Ohrmuschel ist die Haut dicker und deutlich behaart. Die Blutversorgung erfolgt über ein verzweigtes Netz kleiner Blutgefäße an der Innenseite des Ohres.
Durch Kratzen, Reiben, heftiges Kopfschütteln oder auch stumpfe Verletzungen können die betreffenden Blutgefäße beschädigt werden und Blutungen zwischen Knorpel und der darüber liegenden Haut entstehen. Das Ohr schwillt teilweise oder komplett an, wodurch sich die auslösenden Symptome wie etwa Kopfschütteln oder Kratzen weiter verstärken können. Die Ursachen für Schmerzen und Juckreiz im Ohr- oder Kopfbereich sind vielfältig und können von der Ohrentzündung (siehe entsprechender Artikel) über allergische Hauterkrankungen bis hin zu hormonellen Erkrankungen reichen.
Die Vermutung, dass das Othämatom durch eine Autoimmunerkrankung hervorgerufen wird, ist noch nicht wissenschaftlich belegt.
Ein Othämatom äußert sich in einer plötzlich auftretenden prallen, warmen und zum Teil geröteten oder auch schmerzhaften Schwellung am Ohr des Hundes. Diese tritt meist einseitig, gelegentlich auch beidseitig auf. Die Schwellung geht von der Innenseite der Ohrmuschel aus und kann je nach Ausmaß und Behaarung des Ohres von Besitzer:innen erkannt oder ertastet werden. Oft halten die betroffenen Hunde auch den Kopf schief oder kratzen sich vermehrt am erkrankten Ohr.
Anhand der meist sehr eindeutigen Symptome kann dein/e Tierärzt:in in der Mehrzahl der Fälle ein Othämatom schon bei der allgemeinen Untersuchung erkennen. Durch eine Punktion der Schwellung und Untersuchung der entnommenen Gewebsflüssigkeit hat er/sie die Möglichkeit, die Diagnose weiter abzusichern. Zur Abklärung der Ursache können weitere Blutuntersuchungen notwendig sein.
An erster Stelle steht die Behandlung diagnostizierter zu Grunde liegenden Erkrankungen. Aber auch das Blutohr selbst wird wegen der Schmerzen und Spannungsgefühle in den meisten Fällen behandelt.
Zeigt dein Hund keinerlei Schmerzen und Beeinträchtigungen durch das Blutohr, kann der Bluterguss auch in drei bis vier Wochen vom Körper eigenständig resorbiert werden. Allerdings wachsen die Haut und der Knorpel nicht wieder glatt zusammen, da durch die veränderte Blutversorgung ein bindegewebiger Umbau im Ohr stattfindet. Für dich als Hundebesitzer:in ist es wichtig, zu wissen, dass die entstehenden Vernarbungen und Verformungen zu einer sogenannte „blumenkohlartigen“ Ohrmuschel führen können. Diese stellen nicht immer nur einen kosmetischen Aspekt dar. Durch die Vernarbungen kann es auch zur Verengung des Gehörganges und nachgelagerten Beeinträchtigungen kommen.
Eine mögliche Behandlung ist die Entleerung des Blutergusses über eine Punktion (=Entnahme von Flüssigkeit oder Gewebe aus einer Körperhöhle durch Einstich mit einer Hohlnadel). Da sich der Hohlraum zwischen Knorpel und Haut aber nicht sofort wieder verschließt, läuft das Ohr meist schnell wieder voll und die Prozedur muss mehrmals wiederholt werden.
Ist eine Selbstheilung nicht zu erwarten oder zu empfehlen, kann das Ohr auch operativ behandelt werden. Unter Vollnarkose wird dann das Ohr eröffnet, der Bluterguss entleert und die Wunde wieder vernäht. Ein fester Kopfverband oder an das Ohr angenähte Kompression sorgen dafür, dass die Haut wieder vollständig mit dem Knorpel zusammenwächst.
Innerhalb von drei bis vier Wochen können sich Blutergüsse im Ohr selbständig zurückbilden. Othämatome, die nicht chirurgisch versorgt werden, führen jedoch oft zu starken Vernarbungen und Verformungen des Ohres, die zum Teil den Gehörgang verlegen und erneut Ohrenentzündungen begünstigen können.
Mit Hilfe einer Operation kann eine geringere Vernarbung und ein guter Heilungserfolg erzielt werden. Besonders wichtig ist dabei, dass der Hund auch nach Entfernen der Fäden oder Kompressen noch eine gewisse Zeit daran gehindert wird, am Ohr zu kratzen oder den Kopf zu schütteln, da sonst erneut Blutungen entstehen können.
Der regelmäßige Blick in die Ohren deines Hundes ist eine der wichtigsten Maßnahmen, die zur Vorbeugung von Ohrenerkrankungen vorgenommen werden sollte. Auch du als Besitzer:in kannst so schon frühzeitig Veränderungen wie etwa Schwellungen, Rötungen oder einen starken Geruch wahrnehmen und deinen Hund rechtzeitig beim deinem/deiner Tierärzt:in vorstellen.
Bei regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen oder Impfterminen kann dein/e Tierärzt:in mit Hilfe spezieller Geräte einen genaueren Blick in die Ohren werfen und dabei auch den Gehörgang kontrollieren. Die Gefahr eines Othämatoms lässt sich mit diesen Maßnahmen zwar nicht vollständig ausschließen, aber das Risiko einer Entstehung kann deutlich gemindert werden.
Diese chronisch entzündliche Darmerkrankung tritt bei Hunden und Katzen auf, wobei für bestimmte Hunderassen wie dem Boxer und Deutschen Schäferhund eine genetische Veranlagung vermutet wird. Inflammatory Bowel Disease (IBD) wird durch eine überschießende Reaktion des Immunsystems ausgelöst, kann sowohl Dünn- wie Dickdarm betreffen und ist nicht heilbar.
Eine ausgewogene und artgerechte Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil der Tiergesundheit. Es gibt auf Tierernährung und Diätetik spezialisierte Tierarztpraxen, die bei der Futterauswahl und -zusammensetzung beraten.
Tollwut ist eine seit Jahrtausenden bekannte Virus-Infektion, für die die meisten Säugetiere wie auch der Mensch empfänglich sind. Sie kann auch zwischen Tier und Mensch übertragen werden (=Zoonose, siehe entsprechender Artikel). Die durch das Rabies Virus hervorgerufene Infektion verursacht eine fast immer tödliche Gehirnentzündung. Tollwut gehört in Deutschland zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen. Bereits ein Verdacht auf Tollwut muss der zuständigen Behörde gemeldet werden.
Katze ist zwar nicht gleich Katze – aber einige charakteristische Züge haben schon die meisten von ihnen! Hier deshalb einiges, was es über Katzen und unsere besondere Beziehung zu ihnen zu wissen gibt.
Schweine sind gesellige Tiere, die ihrem Menschen sehr zugetan sein können. Mit ausreichend Platz und Freude an diesen intelligenten Wesen macht ein Zusammenleben große Freude. Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Minischwein wie eine Katze oder einen Hund zu halten, also auch in der Wohnung, sollte sich vorher jedoch intensiv belesen und die Bedürfnisse eines kleinen Schweines studieren. Die sind nämlich nicht anders als bei den großen Schweinen. Minischweine werden manchmal auch „Teacup“ genannt, weil ein Ferkel direkt nach der Geburt so klein ist, dass es in eine Teetasse passt. Doch Minischweine wachsen natürlich und werden auch rasch schwerer. Damit die Haltung artgerecht bleibt, braucht also auch ein Mini ausreichend Platz und ein Freigehege.
Die auch als Wet Tail Disease bezeichnete, infektiöse Durchfall-Erkrankung tritt hauptsächlich bei sehr jungen Hamstern im Alter zwischen drei und acht Wochen auf. Sie kann innerhalb von 48 Stunden zum Tod des Tieres führen und muss daher sehr ernst genommen werden.
Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei nicht um eine eigenständige Erkrankung, sondern um einen Komplex aus verschiedenen Erscheinungsformen entzündlicher Veränderungen der Maulhöhle und der Haut der Katze.
Im Spätsommer und Herbst sind sie wieder da – Herbstgrasmilben. Sie verursachen bei Tieren und beim Menschen allergische Reaktionen mit starkem Juckreiz und Haut-Entzündungen. Wie du sie erkennst, behandelst und im besten Fall einen Befall verhinderst, erfährst du hier.
Unter einer Tympanie versteht man Gasansammlungen im Magen-Darm-Trakt, die umgangssprachlich auch als Blähungen bezeichnet werden. Aufgrund seines speziellen Verdauungssystems kommt es beim Meerschweinchen relativ häufig zu teilweise lebensbedrohlichen Tympanien.
Die Computertomografie gehört zu den bildgebenden Verfahren und ist aufgrund ihrer schnellen und unkomplizierten Durchführung sowie der hohen Aussagekraft der Bilder in vielen modernen Tierarztpraxen ein wichtiges diagnostisches Hilfsmittel.
Sommer, Sonne, Sonnenschein - für viele die schönste Zeit des Jahres. Die Temperaturen nehmen aber auch in unseren Breitengraden immer öfter tropische Ausmaße an. Und damit einhergehend schwirren und krabbeln die lästigen Insekten. Mit den folgenden Tipps machst du deinem Pferd das Leben im Sommer leichter.
Das nach dem Schweizer Augenarzt Johann Friedrich Horner (1831-1886) benannte Horner Syndrom ist keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Komplex aus verschiedenen Symptomen am Auge von Hunden und Katzen, die alle durch eine Schädigung des Sympathikus-Nerven hervorgerufen werden.