Diese Viruserkrankung wird wegen ihrer hohen Ansteckungsgefahr auch Hundeseuche genannt. Sie ist eine weltweit verbreitete, akut verlaufende Infektionskrankheit. Welpen im Alter zwischen zwei und 16 Wochen, ungeimpfte und alte Hunde sind besonders gefährdet. Unbehandelt endet die Erkrankung meistens tödlich. Eine Impfung bietet jedoch einen guten Schutz.
Die Infektion wird ausgelöst durch das Canine Parvovirus, von dem es drei verschiedene Typen gibt. Es ist äußerst widerstandsfähig und kann bei Raumtemperatur bis zu zwölf Monate im infizierten Kot überleben. Nur mit speziellen Desinfektionsmitteln lässt sich das Virus abtöten. Die Ansteckung erfolgt über eine Schmierinfektion mit verseuchtem Kot, beispielsweise durch Belecken und Beschnuppern anderer Tiere oder Gegenstände. Auch durch verschmutzte Kleidung oder Schuhe der mit den Tieren in Kontakt gekommenen Personen kann das Virus übertragen werden. Für den Menschen ist das Canine Parvovirus ungefährlich.
Nachdem das Virus oral (=über das Maul) aufgenommen wurde, befällt es zuerst die Lymphknoten im Rachenraum, um sich von dort über die Lymphgefäße bis in die Zellen der Darmwand auszubreiten. Ab dem vierten Tag nach der Infektion werden große Mengen des Erregers mit dem Kot ausgeschieden. Dies bedeutet, dass sich bereits andere Tiere anstecken können, bevor beim infizierten Tier Krankheitsanzeichen sichtbar sind. Im Hund benötigt das Virus zur Vermehrung Zellen mit einer hoher Teilungsrate und ist daher vorrangig in den sich ständig regenerierenden Zellen der Darmwand, des Knochenmarks und des Immunsystem zu finden. Die Folge ist eine hochgradige, blutige Dünndarmentzündung und die damit verbundenen Symptome wie Fieber und Durchfall. Von einer Hundepopulation, die mit dem Virus in Kontakt kommt, erkranken nur etwa zehn Prozent, die restlichen bilden einen Schutz aus ohne Krankheitssymptome zu entwickeln.
Nach dem ersten Kontakt mit dem Virus treten nach sieben bis 14 Tagen die ersten Symptome auf. Erkrankte Hunde fallen meist zuerst durch Mattigkeit und Fressunlust gefolgt von hohem Fieber auf. Im weiteren, meist akuten Verlauf, zeigen sich daraufhin sehr plötzlich die charakteristischen Magen-Darm-Symptome wie anhaltendes Erbrechen, wässriger, oft auch blutiger Durchfall und hochgradige Austrocknung. Durch den Befall des Knochenmarks kommt es zu einer starken Abnahme der weißen Blutkörperchen und damit zur Schwächung des Immunsystems. Hierdurch entsteht eine erhöhte Anfälligkeit für bakterielle oder virale Sekundärinfektionen.
Schweregrad und Verlauf der Erkrankung hängen stark von der aufgenommenen Virusmenge und vom Alter und Abwehrstatus des Hundes ab. Schwere Verlaufsformen enden meist schon nach 24 bis 48 Stunden tödlich, wenn es durch die Zerstörung der Darmwandzellen und Übertritt von Giftstoffen ins Blut zu einer Blutvergiftung gekommen ist. Bei Welpen kann es durch die Infektion des Herzmuskels zu einem akuten Herz-Kreislauf-Versagen und damit zu sehr plötzlichen Todesfällen ohne vorherige Krankheitserscheinungen kommen. Je länger die Zeit zwischen Infektion und ersten Krankheitsanzeichen ist, desto höher sind die Überlebenschancen des Hundes.
Zeigt dein Hund blutigen Durchfall und Fieber, stellt dies immer einen Notfall dar und muss umgehend durch eine/n Tierärzt:in untersucht und behandelt werden. Die typischen klinischen Symptome, in Kombination mit einer erniedrigten Anzahl weißer Blutkörperchen im Blutbild, geben deinem/deiner Tierärzt:in einen deutlichen Hinweis auf eine Parvovirus-Infektion. Da jedoch viele andere bakterielle, parasitäre oder virale Infektionskrankheiten ähnliche Symptome verursachen, muss erst mit Hilfe spezieller Schnelltests Virusmaterial im Kot nachgewiesen werden, um eine sichere Diagnose stellen zu können.
Ein erster sehr wichtiger Aspekt bei der Behandlung der Parvovirose ist die Trennung erkrankter Hunde von den gesunden. Strengste Hygienemaßnahmen müssen eingehalten werden, um eine weitere Verbreitung des Erregers zu vermeiden.
Eine direkte Virusbehandlung ist nicht möglich, daher wird in erster Linie versucht, die Symptome zu lindern. Um eine lückenlose Überwachung des erkrankten Hundes zu gewährleisten, ist eine intensivmedizinische, stationäre Betreuung anzuraten. Die oberste Maßnahme in der Behandlung ist die Stabilisierung des Kreislaufs und der Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich. Je nach Schweregrad der Infektion verabreicht dein/e Tierärzt:in unterschiedliche Infusionen und Medikamente zur Bekämpfung des Durchfalls. Nach anfänglichem totalen Futterentzug sollte möglichst schnell wieder mit einer magen- und darmschonenden Diät in mehreren kleinen über den Tag verteilten Portionen begonnen werden. Wenn dein Hund noch nicht wieder selbstständig frisst, muss er eventuell in der Praxis oder Klinik über eine Sonde ernährt werden.
Die Prognose hängt stark vom Schweregrad der Erkrankung, dem Vorkommen von Begleitinfektionen, dem Alter und Immunstatus des Hundes und dem Auftreten von Komplikationen ab und ist auch bei längerem Verlauf der Infektion immer als vorsichtig einzustufen. Die Chancen für erkrankte Hunde sind jedoch dank moderner Tiermedizin deutlich gestiegen.
Die Schutzimpfung stellt die einzig wirksame Maßnahme dar, deinen Hund vor einer Infektion mit dem Parvovirus zu schützen. Die Ständige Impfkomission Veterinärmedizin (kurz: StiKo Vet), ein Gremium aus tiermedizinischen Experten, beschreibt in ihren Leitlinien die Parvovirose-Impfung beim Hund als „Core-Komponente“. Das heißt, dass jeder Hund zu jeder Zeit gegen die Infektion durch die Impfung geschützt sein sollte. Geimpft werden können Welpen ab einem Alter von acht Wochen. Es werden drei aufeinanderfolgende Impfungen im Alter von acht, zwölf und 16 Wochen und eine weitere im Alter von 15 Monaten als vollständige Grundimmunisierung empfohlen. Danach sind Auffrischungsimpfungen im Abstand von drei Jahren notwendig. Es kommen meist Kombinationsimpfstoffe zum Einsatz, die zusätzlich zur Parvovirose auch vor Staupe, Leptospirose, Hepatitis und Tollwut schützen. Über petsXL kann dir deine Tierarztpraxis einen individuellen
Impfplan für deinen Hund schicken. Du bekommst dann automatisch
Benachrichtigungen, wenn wieder du wieder einen Termin vereinbaren solltest.
Rotaviren sind die häufigsten Erreger von Durchfall-Erkrankungen bei Fohlen. Sie sind unter Pferden weit verbreitet und hoch ansteckend. Symptome verursachen sie jedoch nur bei jungen Fohlen.
Du wirst in den Stall gerufen, weil sich dein Pferd kaum noch bewegen mag. Es steht in der Box oder auf der Weide und versucht durch extreme Lastaufnahme der Hinterhand und Vorstellen der Vorderbeine die Vorderhufe zu entlasten. Diese charakteristische Stellung ist vielen Pferdebesitzern bekannt und viel Zweifel an der Diagnose gibt es nicht. Dein Pferd leidet an einer akuten Hufrehe. Diese gehört zu den schmerzhaftesten Erkrankungen des Pferdes und fordert neben der Kolik die meisten Todesfälle unter den Pferden. Hufrehe ist immer als Notfall einzustufen und die Behandlung durch einen Tierarzt ist unabdingbar.
Es gibt verschiedenste Argumente für diverse Arten, deinen Hund zu ernähren. Was für welchen Hund am besten ist und wie sich die Fütterung in deinen Alltag integrieren lässt, variiert individuell. Im Folgenden findest du einige Empfehlungen und Ideen zu diesem Thema.
Katzen sind keine Hunde, die für ihr Futter alles tun würden. Sie fressen auch nicht alles, was ihnen hingestellt wird, denn Katzen sind Gourmets – die meisten zumindest.
Wie heißt es so schön, wenn sich zwei völlig gegensätzliche Menschen begegnen und Verständigungsprobleme haben: „Die sind wie Hund und Katze“. Tatsächlich scheinen Hunde und Katzen grundverschieden zu sein. Doch es muss nicht immer schlecht sein, was sich gegensätzlich zeigt. Es ist durchaus möglich, dass die beiden ein friedliches Familienleben in einem Haushalt genießen können.
Die Magnetresonanztomografie, auch als Kernspintomografie bezeichnet, gehört zu den modernsten und sichersten bildgebenden Verfahren. Sie wird in der Tiermedizin zur Diagnostik verschiedenster Erkrankungen eingesetzt.
Zahnstein und Plaque sind ebenso wie beim Menschen auch bei unseren Vierbeinern weit verbreitet. Diese gelblichen, rauen Beläge treten insbesondere an Eck- und Schneidezähnen auf und können zu schweren Zahnfleischentzündungen führen. Dabei sind vor allem ältere Hunde, kleine Hunderassen und Hunde mit Zahnfehlstellungen gefährdet, da die Selbstreinigung des Gebisses gestört ist.
Wenn du dich entschieden hast, ein Kaninchen als Heimtier bei dir aufzunehmen, ist es sicher interessant, sich kurz mit den verschiedenen Rassen zu beschäftigen, die unter den Kaninchen zu finden sind. Im Folgenden findest du ein paar Rasseportraits. Entscheide selbst, welches Kaninchen dir am besten entspricht. Vielleicht besuchst du auch den einen oder anderen Züchter und lässt dich noch ein wenig ausführlicher beraten.
Gehörst du auch zu denen, die davon träumen „Beo“ das Sprechen beizubringen? Vögel zu erziehen und zu dressieren erfordert Ausdauer und Empathie für den gefiederten Freund. Nichts ist unmöglich, allerdings gibt es Gattungen mit mehr Sprachtalent und andere, die lieber im kleinen Schwarm ihr Eigenleben führen und sich nicht so sehr für das „Gespräch“ mit den Menschen interessieren.
Katzen sind sehr zäh und zeigen erst spät Krankheitssymptome. Wann handelt es sich um einen Notfall? Und wie handelst du nun richtig? Hier findest du nützliche Informationen zur Einschätzung der Situation deiner Katze. Wichtig ist zunächst, dass du Ruhe bewahrst und einen klaren Kopf behältst.
In der Tiermedizin versteht man unter einer Nachgeburtsverhaltung das Zurückbleiben des Mutterkuchens und der Eihäute in der Gebärmutter nach der Geburt des Fohlens. Es handelt sich dabei nicht um eine eigenständige Erkrankung, sondern um das Symptom verschiedener funktioneller Störungen. Sie gehört zu den häufigsten Problemen während des Geburtsvorganges bei der Stute und kommt bei 2 bis 10% aller Fohlengeburten vor.
Die Läufigkeit einer Hündin ist ein natürlicher Vorgang, der für die Fortpflanzung nötig ist. Und Hunde bekommen sehr schnell mit, wenn es soweit ist: In den „heißen Tagen“ solltest du deshalb besonders aufpassen, wenn deine Hündin nicht von einem dahergelaufenen Rüden Nachwuchs bekommen soll. Im Umkehrschluss musst du beim Wunsch zu züchten den Zyklus deiner Hündin beobachten und zum richtigen Zeitpunkt den erwählten Rüden mit ihr aufsuchen.