Der hat die Haare schön – Fellpflege beim Hund

Grundsätzlich gilt: Jeder Hund braucht ein gewisses Maß an Pflege, die einen mehr, die anderen weniger. Bei einigen lohnt sich sogar der Gang zur Hundefriseur:in. Du kannst als Hundehalter:in in jedem Fall auch zuhause Hand anlegen.

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Der hübsche Wolf Und so wird’s gemacht
Der hübsche Wolf

Unsere Hunde sind domestiziert und leben mit uns auf manchmal engstem Raum. Sie sind beste Freunde und auch Kuschelkomplizen. Schmutz, der im Fell hängt oder gar ein verfilztes Haarkleid schmälern die Lust daran. Auch für die Hautgesundheit und Parasitenprophylaxe ist Fellpflege wichtig. Ein entsprechendes Ritual muss nicht bei allen Hunden täglich stattfinden, aber auf jeden Fall wöchentlich. Je nach Haarbeschaffenheit fällt die Pflege mehr oder weniger aufwändig aus. Neben dem Schönheitsbild stehen dabei folgende Aspekte auf der Agenda:

  • Du erkennst Hautirritationen und kannst mögliche Parasiten finden und entfernen
  • Empfindliche Haut wird gepflegt
  • Mögliche Allergien, Dermatitis, Pilzbefall, Räude und andere Erkrankungen können entdeckt und entsprechend behandelt werden
  • Eine gute Fellpflege unterstützt einen gesunden Fellwechsel

petsXL Oskar mit Bürste
Und so wird’s gemacht

Du brauchst für die Fellpflege deines Hundes natürlich ein paar Utensilien. Welche das sind, hängt von der Struktur seines Fells ab. Es ist dafür gut zu wissen, ob dein Hund nur Deckhaar hat – was bei vielen Kurzhaarrassen der Fall ist – oder ob er zusätzlich ein Unterfell trägt. Am besten lässt du dich in einem Fachgeschäft zu den passenden Werkzeugen beraten. Aber sicher ist, dass eine Bürste und ein Kamm gebraucht werden. Vielleicht noch eine Schere und ein gutes Pflegeshampoo für die – nicht allzu häufigen – Bäder.

Am besten trainierst du die Fellpflege bereits mit deinem Welpen und kreierst daraus ein Ritual, das dein Hund als angenehm empfindet. Such dir dafür ein Plätzchen, an dem sich dein Hund gern aufhält und mache ihn mit Kamm und Bürste vertraut. Vermeide zu Beginn ein starkes Ziepen und kratziges Bürsten. Die Pflege darf einer Massage gleichen. Es ist wichtig, abgestorbene Haare aus dem Fell zu lösen und Krusten, Rückstände oder gar Ungeziefer zu entfernen, aber alles auf möglichst sanfte Art.

Du wirst beim Kämmen spüren, wie dein Hund dabei am besten entspannt. Vielleicht musst du ihn auch ein klein wenig zusätzlich motivieren, etwa mit einem Leckerli als Belohnung. Regelmäßige Fellpflege wird auch dafür sorgen, dass du deinen Hund nicht allzu oft baden musst. Das ist auch gut so, denn zu häufiges Baden zerstört den Schutzfilm der Haut. Für Bäder, die ab und an dann doch anstehen, benutze unbedingt ein spezielles Hundeshampoo.

Vor allem langes Fell verfilzt rasch. Bei starken Verfilzungen kannst du die Schere benutzen. Das ist für deinen Hund angenehmer, als wenn du allzu kraftvoll an den Haaren ziehst. Halte bei langhaarigen Hunden bestimmte Partien – etwa den Bereich um die Augen, an den Pfoten und rund um den Po – mit Hilfe der Schere etwas freier.

Betreibst du die Fellpflege draußen, achte immer gut darauf, das herausgebürstete Fell aufzusammeln und im Restmüll zu entsorgen. In den Haaren befinden sich nämlich Rückstände von Mitteln gegen Flöhe, Zecken, Milben, Läuse und fliegende Insekten. Vögel nutzen zum Bau ihrer Nester neben Moos oder Ähnlichem auch auch sehr gerne herumliegendes Fell. Dies kann dann für den Vogel-Nachwuchs tödlich enden.

Solltest du sehr unsicher im Umgang mit der Pflege zuhause sein, scheue dich nicht, Tipps in einem Hundesalon oder bei deinem/r Tierärzt:in einzuholen. Bei manchen Hunden braucht es tatsächlich professionelle Unterstützung in der Fellpflege. Falls dein Hund dazu zählt, wie beispielsweise alle Rassen mit Rauhaar, deren Fell oft besser im Salon getrimmt wird, gewöhne ihn früh genug an das Ritual beim Hundefriseur. Begleite deinen Hund und vermittle ihm, dass er auch hier keine Angst haben muss.