Die Frage nach dem passenden Pferd treibt sicher einige Suchende um. Es ist schwer auf Anhieb zu sagen, ob du als Käufer eine innige Verbindung zu einem Pferd, das du Probe geritten bist, aufbauen wirst. Freundschaft und Liebe wachsen über die Zeit. Doch sich im Vorfeld ein paar Gedanken zu machen hilft bestimmt, damit du am Ende hoffentlich dein perfektes Pferd findest.
Sei ehrlich, vor allem mit dir selbst, damit du eine Idee dazu bekommst, welches Tier wirklich gut zu dir passt. Was nützt dir ein „Rennpferd“, wenn du es lieber gemütlich angehen lassen willst und lange friedliche Spaziergänge bevorzugst? Schau auf deine Bedürfnisse, beschäftige dich auch mit deinen eigenen Grenzen und Ängsten. Vielleicht befragst du auch einen Menschen, der dich und deine Charaktereigenschaften ehrlich reflektieren kann und dir sagt, wie er dich einschätzt.
Welcher Typ Mensch bist du also? Bist du mutig und wild? Oder eher still und zurückhaltend? Oder gern albern und lustig? Schaue dir an, welcher Typ Pferd Schnittmengen zu deinem Charakter zeigt. Ist es ein frecher Haflinger, ein sportlicher Hannoveraner, ein sensibler Trakehner oder ein leistungsstarker Araber?
Danach geht es weiter. Wie viel Erfahrung im Umgang mit Pferden konntest du bereits sammeln? Auch bei dieser Frage ist Ehrlichkeit das A und O. Bist du noch blutiger Anfänger oder bist du schon mit Pferden aufgewachsen? Wie anspruchsvoll darf dein Pferd sein? Reichen dein Wissen und Können für ein junges Pferd, das du vielleicht sogar selbst einreitest? Oder brauchst du die Gelassenheit eines älteren Pferdes, das seinen Job bereits kennt und dir einen Vertrauensvorschuss einräumt?
Geld spielt ebenfalls eine Rolle. Wie viel hast du zur Verfügung? Und hier ist nicht nur die Summe gefragt, die du für den Kauf des Pferdes einplanst. Es ist auch entscheidend, was du monatlich investieren kannst. Bitte mache dir dazu unbedingt vorab Gedanken, denn sonst nimmst du vielleicht ein Gnadenbrotpferd bei dir auf, stellst aber schnell fest, wie viel Geld in die Versorgung durch diverse Behandlungen, Hufbeschlag, Physiotherapie, Tierarzt oder besondere Futtermittel nötig wird. Prüfe deshalb vorher deine Haushaltskasse und bedenke sämtliche Folgekosten vor dem Kauf.
Dabei sind auch folgende Überlegungen wichtig. Welche Haltungsform wählst du für dein neues Pferd? Wird es ein klassischer Reitstall mit kompletter Ausstattung, wie Halle, Platz, Solarium und Führanlage? Oder denkst du über eine Offenstallhaltung in einer kleinen Gruppe nach? Eine Komplettversorgung kostet sicherlich mehr als wenn du zum Beispiel die nötige Zeit hast, um das Misten selbst zu übernehmen. Brauchst du später einen Trainer? Möchtest du öfter mal einen Lehrgang besuchen? Träumst du sogar davon, mit deinem Pferd auf Turnieren zu starten?
Eine ungefähre Idee davon zu haben, welche Kosten aus dem gemeinsamen Traum entstehen, kann ernüchternd sein, ist aber unbedingt ratsam.
Hast du alle grundlegenden Fragen für dich beantwortet, kannst du deine Suche nach dem Traumpferd starten. Du solltest deinen zukünftigen Freizeitkumpel unbedingt vorab anschauen und „fühlen“ können. Ohne ein gutes Gefühl beim Kennenlernen und Probereiten geht gar nichts.
Es ist empfehlenswert, bei Gefallen einen zweiten oder auch dritten Besuch zu vereinbaren, um sich das gute Gefühl zu bestätigen. Lass dich nicht unter Druck setzen, sondern nimm dir die Zeit. Denk immer daran: Es handelt sich im besten Fall um eine Entscheidung fürs Leben.
Das Thema Entwurmung wird unter Pferdebesitzern immer wieder diskutiert. Für alle, die sich fragen, ob es überhaupt nötig ist, sein Pferd zu entwurmen, lautet die Antwort ja. Wer im Rahmen einer Kolik-OP schon einmal sehen konnte, wie Unmengen von Würmen Teile des Dünn- oder Dickdarms komplett verschließen können, der stellt sich diese Frage nicht mehr. Wurmbefall kann ohne Behandlung zur lebensgefährlichen Bedrohung für Pferde werden. Anfänglich kann ein auffallend häufiges Scheuern der Schweifrübe ein Indiz hierfür sein. Im weiteren Verlauf können innere Organe geschädigt werden und es kann zu Koliken kommen. Das Pferd magert trotz ausreichender Fütterung ab. Die Parasiten schwächen das Pferd mehr und mehr. Regelmäßige Entwurmungen sind notwendig, damit der Befall auf ein für den Organismus des Pferdes erträgliches Maß zurückgedrängt wird. Eine völlige Wurmfreiheit ist kaum zu erzielen, da es durch die Umwelt immer wieder zu neuen Infektionen kommt. Beim Entwurmen unterscheidet man zwei Methoden, die strategische und die selektive Entwurmung. Auf alternative Entwurmungsmethoden solltest du verzichten.
Die Endoskopie ist ein bildgebendes, minimalinvasives Verfahren, bei dem mit Hilfe eines Endoskops Körperhöhlen und Hohlorgane eingesehen und untersucht werden können. Endoskope sind entweder starr oder flexibel und haben an ihrer Vorderseite eine Lichtquelle sowie eine Kamera, die das Bild direkt an einen Bildschirm überträgt.
Das Sticker-Sarkom ist ein infektiöser Tumor der äußeren Geschlechtsorgane von Rüde und Hündin. Er wird auch als Transmissibler Venerischer Tumor oder Venerische Sarkomatose bezeichnet. Die Krankheit kommt weltweit vor, jedoch vorrangig in tropischen und subtropischen Ländern, im Mittelmeerraum, Afrika, Osteuropa und Südamerika, wo es eine große Population an streunenden Hunden gibt.
Botulismus ist eine schwerwiegende neurologische Erkrankung, die durch die Aufnahme des Botulinum-Toxins (= Giftstoff) aus verunreinigtem Futter entsteht. Schon kleinste Mengen dieses Toxins können beim Pferd zu hochgradigen Vergiftungen mit Todesfolge führen.
Die Spondylose ist eine Erkrankung mit Deformierung der Wirbelsäule. Es kommt zu spornschnabel- oder brückenförmigen, knöchernen Zubildungen an der Unterseite, der Seite oder selten auch der Oberseite der Wirbelkörper. Betroffen sind vor allem große, schwere Hunderassen wie der Deutsche Boxer, Deutsche Schäferhund, Rottweiler, Bernhardiner und Retriever sowie Hunde mit langem Rücken, wie dem Dackel. Die Erkrankung kann jedoch auch bei allen anderen Hunderassen vorkommen.
Die Luftsäcke des Pferdes sind Teil der oberen Atemwege. Sie entwickeln sich im Fohlenalter als eine beidseitige Schleimhaut-Ausstülpung der Ohrtrompete (= Verbindung des Mittelohres mit dem Nasen-Rachen-Raum), die jeweils ungefähr 300 ml fasst. Luftsäcke kommen ausschließlich bei Pferdeartigen und einigen anderen Unpaarhufern vor und stellen damit eine Besonderheit dar. Bezüglich der Funktion des Luftsackes existieren verschiedene Theorien. Am wahrscheinlichsten ist, dass die Luftsäcke der Kühlung des Gehirns dienen. Zwischen dem Rachenraum des Pferds und den Luftsäcken besteht eine Verbindung, weshalb sich Infektionen der oberen Atemwege auch auf den Luftsack ausbreiten können. Im Nachfolgenden sollen die wichtigsten Krankheiten der Luftsäcke beschrieben werden.
Diese auch als Morbus Addison bezeichnete Erkrankung der Nebennieren wurde 1855 erstmals vom Namensgeber Thomas Addison, Chefarzt eines Londoner Krankenhauses, beim Menschen beschrieben. Es kommt dabei zur sogenannten Nebennierenrindeninsuffizienz (NNI) oder Hypoadrenokortizismus, dem teilweisen oder totalen Ausfall der Hormonproduktion der Nebennierenrinde. Sie kommt beim Hund deutlich seltener vor als die Nebennierenüberfunktion, dem Morbus Cushing (siehe entsprechender Artikel), kann jedoch zu lebensbedrohlichen Symptomen führen. Betroffen sind vorrangig mittelalte Hündinnen großer Rassen.
Unter Kryptorchismus versteht man das fehlende Absteigen der Hoden aus der Bauchhöhle in den Hodensack. Kleine Rüden sind am häufigsten von Kryptorchismus betroffen.
Welcher Reiter kennt das nicht. Das Pferd ist irgendwie steif, verspannt, läuft nicht mehr rund. Es ist aber nicht lahm, sondern einfach weniger geschmeidig. Beim Berühren verschiedener Punkte auf dem Rücken, am Hals oder am Hinterteil fühlt sich die Haut und das Gewebe fest an, zu fest. Das kann daran liegen, dass die Muskeln des Pferdes verspannt sind. Oft liegt es aber am Bindegewebe, den Faszien. Wenn sie verklebt sind, entstehen Verspannungen.
Der Megaösophagus (mega=groß, Ösophagus=Speiseröhre) beschreibt eine krankhafte Erweiterung der Speiseröhre. Diese ist nicht wie üblich durch die Muskulatur zusammengezogen, sondern in Folge einer Lähmung der Muskulatur abnorm geweitet und mit Luft gefüllt.
Eine interessante Frage: Wo lebt es sich für einen Hund besser? In der Stadt oder auf dem Land? Für beides gibt es gute Argumente.
Zwischen Kindern und Hunden kann sich eine ganz besondere Freundschaft entwickeln. Wichtig ist es jedoch für Eltern und Hundehalter, einige grundlegende Regeln zu beachten. Und auch das ist zu bedenken: Manche Hund-Kind-Paare sind einfach nicht für einander geschaffen, das gilt es verantwortungsvoll wahrzunehmen. Die Basis für die Partnerschaft mit einem Hund ist immer der respekt- und liebevolle Umgang – und eine Erziehung mit klaren Regeln in der Mensch-Hunde-Kommunikation.