Unter einem Trachealkollaps versteht man eine Erkrankung des Hundes, bei der es zu einem Kollaps (=Zusammenfallen) der Trachea (=Luftröhre) kommt. Betroffen sind vor allem kleinwüchsige Hunderassen wie etwa Yorkshire Terrier, Zwergspitz, Pudel und Pekinese. Die Krankheit zeigt sich oft schon in den ersten Lebensmonaten mit zum Teil schwerwiegenden Atemproblemen.
Verantwortlich für den Kollaps der Luftröhre ist eine Erweichung und ein Auseinanderweichen der Knorpelringe durch Erschlaffen der Muskulatur und der Trachealmembran, die die oben offenen Knorpelringe miteinander verbindet. Die genauen Ursachen dieser Knorpelschwäche sind bis heute nicht genau bekannt. Bei ungefähr einem Viertel aller Fälle geht man davon aus, dass es sich um ein erblich bedingtes Geschehen handelt.
Ist die Luftröhre nur geringfügig abgeflacht, kann die Erkrankung oft über Jahre unbemerkt bleiben, bis sie auf einem Röntgenbild oder bei einer Routine-Untersuchung zufällig entdeckt wird oder es, ausgelöst durch bestimmte Faktoren, zu klinischen Symptomen kommt. Zu den Faktoren, die das Auftreten klinischer Symptome begünstigen, gehören zum einen das Leben in einem Raucherhaushalt und Übergewicht, zum anderen aber auch Lungenentzündungen, chronische Bronchitiden, Herzklappenerkrankungen und die Intubation (=Einführen eines Beatmungsschlauchs in die Luftröhre) während einer Operation.
Die erbliche Form zeigt sich bereits im Welpen Alter in Form eines chronischen, trockenen Hustens, der verstärkt bei Anstrengung auftritt. In diesen Situationen kann es zum Teil durch einen vorübergehenden Verschluss der Luftröhre zu massiver Atemnot, Zyanose (=Blausucht: Blaufärbung der Schleimhäute) und Kollaps kommen. Aufregung, ein Ziehen an der Leine oder Bellen kann zu einem gesteigerten Hustenreiz führen. Bei starker Ausprägung der Erkrankung können zwischen den Hustenanfällen pfeifende Atemgeräusche zu hören sein.
Bedingt durch den permanenten Hustenreiz und die Abflachung der Luftröhre kommt es zur Reizung der empfindlichen Innenauskleidung der Luftröhre, was Entzündungsreaktionen mit vermehrter Schleimbildung zur Folge hat. Der Schleim kann in Folge der Schädigung des sogenannten Flimmerepithels, welches die Luftröhre von innen auskleidet, nicht mehr entsprechend abtransportiert werden. Dadurch geht der zuerst trockene in einen feuchten Husten über. Mit Fortschreiten der Erkrankung kommt es zu einer deutlichen Störung des Allgemeinbefindens und einer verminderten Leistungsbereitschaft des Hundes.
Nach einer eingehenden allgemeinen Untersuchung kann dein/e Tierärzt:in meist schon eine Verdachtsdiagnose stellen. Dein ausführlicher Vorbericht kann insbesondere im Hinblick auf Beginn, Zeitpunkt und Ausmaß der beobachteten Symptome wertvolle Informationen liefern. Zur Absicherung der Diagnose sollten in jedem Fall Röntgenaufnahmen von Hals und Brustkorb erstellt werden. Um eine aussagekräftige Darstellung zu erreichen, ist darauf zu achten, dass die Aufnahmen im Fall eines zervikalen (=im Halsbereich gelegenen) Kollapses während der Einatmungsphase und im Falle eines thorakalen (=im Brustkorb gelegenen) Kollapses während der Ausatemphase aufgenommen werden.
Eine weitere Möglichkeit, einen Trachealkollaps zu diagnostizieren und mögliche andere Erkrankungen auszuschließen, ist die Spiegelung der Luftröhre, die sogenannte Tracheoskopie, bei der die Luftröhre von innen betrachtet wird oder die computertomografische Untersuchung (CT, siehe entsprechender Artikel).
Von einem Trachealkollaps abgegrenzt werden müssen entzündliche Veränderungen der Luftröhre, Tumore oder auch Fremdkörper, die alle zu ähnlichen Symptomen führen können. Auch Veränderungen benachbarter Organe können von außen zu einer Einengung der Luftröhre führen und müssen daher ausgeschlossen werden.
Viele der betroffenen Hunde sprechen sehr gut auf eine rein medikamentöse Behandlung an. Diese konservative Therapie umfasst die Gabe von Hustenstillern, bronchienerweiternden Medikamenten, Schleimlösern und Beruhigungsmitteln. Im Falle sekundärer Infektionen werden auch antibiotische Mittel verabreicht. Begleitende unspezifische Maßnahmen, die maßgeblich zum Erfolg der Behandlung beitragen, können bereits von Hundehalter:innen selbst durchgeführt werden. Dazu gehören insbesondere bei Übergewicht eine entsprechende Diät, das Tragen eines Brustgeschirrs statt eines Halsbandes, das Vermeiden zu starker körperlicher Anstrengung sowie das Unterlassen einer reinen Fleischfütterung. Über den petsXL Gesundheitspass kannst du die Gewichtsdaten deines Hundes übersichtlich speichern und kontrollieren. Spricht die medikamentöse Therapie nicht an, ist eine chirurgisches Vorgehen unumgänglich, da die Situation für den Hund ansonsten schnell lebensbedrohlich werden kann.
Unterschiedliche Operationsmethoden haben alle das Ziel, den Durchmesser der Luftröhre wieder zu vergrößern, um deinem Hund die Atmung zu erleichtern. Zu den am häufigsten angewandten Verfahren gehören zwei Verfahren, bei denen jeweils ein Stützgerüst in oder an die kollabierte Luftröhre gelegt wird. Der Einsatz eines außen um die Luftröhre herum angelegten Stützgerüstes aus Plastikspangen eignet sich ausschließlich für Engstellen im Halsbereich. Für diese Operationsmethode ist eine Eröffnung der Halsunterseite notwendig.
Die weitaus weniger invasive Methode ist der Einsatz eines sogenannten Stents. Es handelt sich hierbei um ein rundes Metallgeflecht, welches über ein Tracheoskop ins Innere der Luftröhre eingebracht wird. Unter Röntgenkontrolle wird es dann genau an der geschwächten Stelle platziert, um die Luftröhre von innen auszukleiden und aufzuweiten. Dieser minimalinvasive Eingriff ist zeitlich deutlich kürzer und aufgrund der unmittelbaren Behandlungserfolge in den meisten Kleintierkliniken der Standard.
Bei leichten Fällen und einem Ansprechen auf die konservative Therapie ist die Prognose des Trachealkollaps günstig, auch wenn die Erkrankung an sich nicht geheilt werden kann. Bei schweren Fällen hängt die Prognose ganz entscheidend vom Zeitpunkt der Diagnosestellung und einer frühzeitigen Behandlung ab. Nach erfolgreicher Operation oder Einsatz eines Stents haben die Hunde eine gute Chance über mehrere Jahre beschwerdefrei zu leben. Um den Behandlungserfolg möglichst lange zu erhalten, ist parallel zur Operation immer auch eine medikamentöse Behandlung und die regelmäßige Kontrolle des eingesetzten Stents erforderlich.
Das Ektropium ist eine Lidfehlstellung, die hauptsächlich das Unterlid betrifft. Der äußere Rand des Augenlides ist dabei nach außen gedreht und hängt herab, weswegen es auch als „Hängelid“ bezeichnet wird. Durch die Fehlstellung ist ein normaler Lidschluss nicht mehr möglich. Das Auge bleibt permanent leicht geöffnet.
Sowohl beim Kaninchen als auch beim Meerschweinchen gehören Zahnerkrankungen zu den häufigsten Vorstellungsgründen in der Tierarztpraxis. Da ihre Zähne lebenslang nachwachsen, in ihrer heutigen Haltung jedoch nicht ausreichend abgenutzt werden, kommt es häufig zu krankhaften Veränderungen an den Zähnen.
Unter einer Synkope wird ein Ohnmachtsanfall oder Kreislaufkollaps verstanden, der ohne vorherige Anzeichen plötzlich auftritt und zu einem vorübergehendem Bewusstseinsverlust beim Tier führt. Der Hund bricht urplötzlich zusammen und zeigt keine Reaktion mehr. Nach kurzer Zeit kommt er wieder zu sich und verhält sich wie vor der Synkope.
Ist die Katze rollig, kann das für die Menschen, bei denen sie lebt, schon mal anstrengend werden, denn die Samtpfote wird sich schlagartig völlig verändert zeigen. Der gelebte Instinkt zur Paarungsbereitschaft macht ihr selbst aber auch zu schaffen.
Bei der Szintigrafie können mithilfe von schwach radioaktiv markierten Substanzen krankhafte Veränderungen im Körper sichtbar gemacht werden. Das dabei erzeugte Bild heißt Szintigramm.
Unter einer Widerristfistel werden jegliche Erkrankungen am Widerrist des Pferds verstanden, die mit einer Entzündung und Fistelbildung einhergehen.
Diese medizinisch korrekt als Fohlenseptikämie bezeichnete und häufig tödlich verlaufende Infektionskrankheit betrifft neugeborene Fohlen bis zu einem Alter von 4 Wochen. Die Krankheitserreger gelangen auf unterschiedlichen Wegen in den Blutkreislauf und können sich so im gesamten Organismus verbreiten. Am häufigsten manifestiert sich die Erkrankung jedoch in den Gelenken, weshalb sie umgangssprachlich unter dem Namen Fohlenlähme bekannt ist.
Hunde und Katzen können aus verschiedenen Gründen erblinden. Für unsere geliebten Vierbeiner bedeutet das jedoch keinesfalls „das Ende“. Gerade Hunde und Katzen, die mit uns Menschen zusammenleben, können den Verlust des Sehvermögens sehr gut durch andere Sinne kompensieren und weiterhin ein fast normales Leben führen.
Tumoren an der Milchdrüse stellen mehr als die Hälfte aller Krebserkrankungen bei der Hündin dar. Die gut- oder bösartigen Zubildungen treten vor allem bei älteren, unkastrierten Hündinnen auf. Sie zeigen sich in Form von anfangs kleinen, später zum Teil sehr großen knotigen Veränderungen an der gesamten Milchleiste. Es können unterschiedliche Arten von Gesäugetumoren auftreten.
Die meisten Pferdebesitzer kennen inzwischen das Cushing Syndrom und dessen Symptome beim Pferd. Eine Erkrankung mit sehr ähnlicher Symptomatik ist das Equine Metabolische Syndrom (=EMS). Im frühen Stadium wird daher es oft mit dem Equinen Cushing Syndrom verwechselt. Doch was macht nun den Unterschied aus?
Die Toxoplasmose ist eine primär Katzen betreffende Infektionskrankheit. Der Mensch gilt als Zwischenwirt, wobei meist gar keine klinischen Symptome auftreten. Wirklich gefährlich wird ist jedoch eine Erstinfektion während der Schwangerschaft. Diese kann zu schweren Fehlbildungen beim Fötus und Fehlgeburten führen.
Wie beim Menschen kann sich auch das Lungengewebe des Hundes entzünden. Eine solche medizinisch als Pneumonie bezeichnete Lungenentzündung ist auch beim Hund eine ernstzunehmende Erkrankung, die unbehandelt zum Tod führen kann.