Ein Pferd als Partner zu haben, ist etwas ganz Besonderes. Es gibt die verschiedensten Arten des Pferdesports. So kann jeder das finden, was ihn erfüllt und was Mensch und Pferd Spaß bereitet. Im Folgenden haben wir einige der bekanntesten Sparten und Begriffe für dich aufgelistet.
Dressurreiten ist eigentlich die Grundlage der Reiterei. Hierbei geht es um ein Aus- und Weiterbilden des Pferdes. Sein natürlicher Bewegungsdrang und die Art, sich locker in seinen Gangarten zu bewegen, sollen gefördert werden. Zu Beginn der Ausbildung wird das Pferd an die entsprechenden Hilfen gewöhnt und durchläuft einen Prozess nach der sogenannten Skala der Ausbildung. Später kommen weitere Elemente und Übungen dazu, die zeigen, welche Fähigkeiten als „Tanzpartner“ das Pferd unter dem Sattel haben kann.
Beim Springen wird das Pferd über verschiedene Hindernisse geritten, die in Höhe und Breite je nach Schweregrad variieren. Allerdings braucht ein gutes Springpferd nicht nur Mut und Vermögen, sondern eben auch eine gute Dressurgrundlage, denn auch im Parcours geht es um Durchlässigkeit und „An-den-Hilfen-Stehen".
Die Vielseitigkeit ist eine Disziplin, bei der im Grunde drei verschiedene Facetten vom Pferde-Reiter-Team gefragt sind: das Dressurreiten, das Springen und das Hindernisreiten im Gelände. Hierbei sind Mut, Ausdauer und Flexibilität gefragt. Das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter ist in der Vielseitigkeit besonders wichtig. Die Leistungen, die gerade im Gelände gefragt sind, können unter Skepsis und Angst nicht gebracht werden.
Der Fahrsport, das Kutsche fahren mit einem, zwei, vier oder gar 20 Pferden, hat eine längere Tradition als der Reitsport. Auch hier gibt es verschiedene Disziplinen: Dressurprüfungen, Geländeprüfungen oder das Hindernisfahren. In der Dressur werden die Gymnastizierung und der Ausbildungsstand des Pferdes abgefragt. Beim Hindernisfahren stehen Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Gehorsam und Durchlässigkeit im Fokus. Besonders beeindruckend ist die Geländeprüfung mit ihren spektakulären Hindernissen. Aber auch im Freizeitbereich steigt die Zahl der fahrbegeisterten Pferdeliebhaber.
Beim Jagdreiten wird querfeldein und über natürliche Hindernisse hinter einer Meute Hunde her geritten. Dabei wird kein Wild gejagt. Die Hunde folgen lediglich einer Schleppe. Duftstoffe sind das Lockmittel und eine Hierarchie unter den Reitern sorgt für eine bestimmte, wenn auch nicht immer erkennbare, Struktur bei einer Jagd.
Distanzreiten erfordert einen langen Atem. Ausdauer bei Pferd und Reiter sind ganz besonders wichtig. Die Strecken, die zurückgelegt werden müssen, variieren je nach Schweregrad in der Länge und es ist immer eine Mindestgeschwindigkeit vorgegeben. An festen Punkten auf der Strecke wird immer wieder die Kondition des Pferdes überprüft.
Wanderreiten findet in Gruppen oder allein statt und beinhaltet Tempovorgaben und Zielfindungen mit der Karte und dem Kompass. Auch hier kann es zum Überqueren von Hindernissen kommen.
Westernreiten kommt aus den USA und ist angelehnt an bestimmte Arbeitsvorgänge, die hoch zu Ross getätigt werden. So zum Beispiel das Cutting, bei dem es im Ursprung um das Rindertreiben geht. Das Westernreiten ist unterteilt in viele verschiedene Bereiche, wie zum Beispiel Reining, Trail und Western Pleasure.
In der barocken Reiterei spielen auch Kostüme eine Rolle. Meist gehören die Pferde einer bestimmten Rasse an, zum Beispiel den Friesen. Die Lektionen kommen über die Basisarbeit der Dressur und gehen bis zur Passage und Piaffe.
Ausdruckskraft über die Bewegung ist die Idee hinter Gangprüfungen. Spezielle Pferderassen, wie zum Beispiel die Isländer, sind hier gefragt. Gangpferde haben ihre eigene Faszination und Präsenz.
Jeder kennt es wahrscheinlich. Pferde, die bereits sehr jung auf Höchstleistung galoppiert werden, wetteifern auf der Rennstrecke miteinander. Oder sie traben, vor einem Sulky gespannt, um die Wette. Beides jedoch Disziplinen der Reiterei, die eine Privatperson eher nicht ausübt.
Voltigieren ist eine anspruchsvolle Sportart, die meist in Gruppen ausgeübt wird. Hier werden Figuren und Körperübungen auf dem galoppierenden Pferd dargestellt. Vor allem Taktgefühl, Vertrauen und Balance sind beim Voltigieren gefragt.
Die Zahl der ohnehin schon großen Gruppe der Freizeitreiter steigt stetig. Hierbei sind die Grundlagen Harmonie und der gegenseitige Respekt, aber auch die Achtung vor der Natur.
Manch ein Pferdefreund muss nicht einmal auf den Rücken des Pferdes, um glücklich zu sein. Die sogenannte Bodenarbeit, miteinander Zeit zu teilen und an kleinen Tricks und Dressuren zu arbeiten macht dem Pferd-Menschen-Team genauso Spaß. Ob es das Lernen von Zirkuslektionen ist oder einfach nur gemeinsam frei in der Natur spazieren zu gehen. Möglich ist alles, was Mensch und Tier gefällt.
Das Thema Entwurmung wird unter Pferdebesitzern immer wieder diskutiert. Für alle, die sich fragen, ob es überhaupt nötig ist, sein Pferd zu entwurmen, lautet die Antwort ja. Wer im Rahmen einer Kolik-OP schon einmal sehen konnte, wie Unmengen von Würmen Teile des Dünn- oder Dickdarms komplett verschließen können, der stellt sich diese Frage nicht mehr. Wurmbefall kann ohne Behandlung zur lebensgefährlichen Bedrohung für Pferde werden. Anfänglich kann ein auffallend häufiges Scheuern der Schweifrübe ein Indiz hierfür sein. Im weiteren Verlauf können innere Organe geschädigt werden und es kann zu Koliken kommen. Das Pferd magert trotz ausreichender Fütterung ab. Die Parasiten schwächen das Pferd mehr und mehr. Regelmäßige Entwurmungen sind notwendig, damit der Befall auf ein für den Organismus des Pferdes erträgliches Maß zurückgedrängt wird. Eine völlige Wurmfreiheit ist kaum zu erzielen, da es durch die Umwelt immer wieder zu neuen Infektionen kommt. Beim Entwurmen unterscheidet man zwei Methoden, die strategische und die selektive Entwurmung. Auf alternative Entwurmungsmethoden solltest du verzichten.
Die Endoskopie ist ein bildgebendes, minimalinvasives Verfahren, bei dem mit Hilfe eines Endoskops Körperhöhlen und Hohlorgane eingesehen und untersucht werden können. Endoskope sind entweder starr oder flexibel und haben an ihrer Vorderseite eine Lichtquelle sowie eine Kamera, die das Bild direkt an einen Bildschirm überträgt.
Das Sticker-Sarkom ist ein infektiöser Tumor der äußeren Geschlechtsorgane von Rüde und Hündin. Er wird auch als Transmissibler Venerischer Tumor oder Venerische Sarkomatose bezeichnet. Die Krankheit kommt weltweit vor, jedoch vorrangig in tropischen und subtropischen Ländern, im Mittelmeerraum, Afrika, Osteuropa und Südamerika, wo es eine große Population an streunenden Hunden gibt.
Botulismus ist eine schwerwiegende neurologische Erkrankung, die durch die Aufnahme des Botulinum-Toxins (= Giftstoff) aus verunreinigtem Futter entsteht. Schon kleinste Mengen dieses Toxins können beim Pferd zu hochgradigen Vergiftungen mit Todesfolge führen.
Die Spondylose ist eine Erkrankung mit Deformierung der Wirbelsäule. Es kommt zu spornschnabel- oder brückenförmigen, knöchernen Zubildungen an der Unterseite, der Seite oder selten auch der Oberseite der Wirbelkörper. Betroffen sind vor allem große, schwere Hunderassen wie der Deutsche Boxer, Deutsche Schäferhund, Rottweiler, Bernhardiner und Retriever sowie Hunde mit langem Rücken, wie dem Dackel. Die Erkrankung kann jedoch auch bei allen anderen Hunderassen vorkommen.
Die Luftsäcke des Pferdes sind Teil der oberen Atemwege. Sie entwickeln sich im Fohlenalter als eine beidseitige Schleimhaut-Ausstülpung der Ohrtrompete (= Verbindung des Mittelohres mit dem Nasen-Rachen-Raum), die jeweils ungefähr 300 ml fasst. Luftsäcke kommen ausschließlich bei Pferdeartigen und einigen anderen Unpaarhufern vor und stellen damit eine Besonderheit dar. Bezüglich der Funktion des Luftsackes existieren verschiedene Theorien. Am wahrscheinlichsten ist, dass die Luftsäcke der Kühlung des Gehirns dienen. Zwischen dem Rachenraum des Pferds und den Luftsäcken besteht eine Verbindung, weshalb sich Infektionen der oberen Atemwege auch auf den Luftsack ausbreiten können. Im Nachfolgenden sollen die wichtigsten Krankheiten der Luftsäcke beschrieben werden.
Diese auch als Morbus Addison bezeichnete Erkrankung der Nebennieren wurde 1855 erstmals vom Namensgeber Thomas Addison, Chefarzt eines Londoner Krankenhauses, beim Menschen beschrieben. Es kommt dabei zur sogenannten Nebennierenrindeninsuffizienz (NNI) oder Hypoadrenokortizismus, dem teilweisen oder totalen Ausfall der Hormonproduktion der Nebennierenrinde. Sie kommt beim Hund deutlich seltener vor als die Nebennierenüberfunktion, dem Morbus Cushing (siehe entsprechender Artikel), kann jedoch zu lebensbedrohlichen Symptomen führen. Betroffen sind vorrangig mittelalte Hündinnen großer Rassen.
Unter Kryptorchismus versteht man das fehlende Absteigen der Hoden aus der Bauchhöhle in den Hodensack. Kleine Rüden sind am häufigsten von Kryptorchismus betroffen.
Welcher Reiter kennt das nicht. Das Pferd ist irgendwie steif, verspannt, läuft nicht mehr rund. Es ist aber nicht lahm, sondern einfach weniger geschmeidig. Beim Berühren verschiedener Punkte auf dem Rücken, am Hals oder am Hinterteil fühlt sich die Haut und das Gewebe fest an, zu fest. Das kann daran liegen, dass die Muskeln des Pferdes verspannt sind. Oft liegt es aber am Bindegewebe, den Faszien. Wenn sie verklebt sind, entstehen Verspannungen.
Der Megaösophagus (mega=groß, Ösophagus=Speiseröhre) beschreibt eine krankhafte Erweiterung der Speiseröhre. Diese ist nicht wie üblich durch die Muskulatur zusammengezogen, sondern in Folge einer Lähmung der Muskulatur abnorm geweitet und mit Luft gefüllt.
Eine interessante Frage: Wo lebt es sich für einen Hund besser? In der Stadt oder auf dem Land? Für beides gibt es gute Argumente.
Zwischen Kindern und Hunden kann sich eine ganz besondere Freundschaft entwickeln. Wichtig ist es jedoch für Eltern und Hundehalter, einige grundlegende Regeln zu beachten. Und auch das ist zu bedenken: Manche Hund-Kind-Paare sind einfach nicht für einander geschaffen, das gilt es verantwortungsvoll wahrzunehmen. Die Basis für die Partnerschaft mit einem Hund ist immer der respekt- und liebevolle Umgang – und eine Erziehung mit klaren Regeln in der Mensch-Hunde-Kommunikation.