Entzündungen der Hoden und Nebenhoden, die meist gemeinsam auftreten und medizinisch als Orchitis und Epididymitis bezeichnet werden, sind zwar selten, können jedoch zu verminderter bis hin zu fehlender Fruchtbarkeit des Hengstes führen.
Der überwiegende Anteil der Hodenentzündungen ist traumatisch bedingt und entsteht infolge von Schlag- oder Stichverletzungen, die beispielsweise beim Deckakt und meist einseitig auftreten. Weiterhin können virale und bakterielle Infektionen Ursache einer Hodenentzündung sein. Bakterielle Erreger gelangen entweder über das Blut oder aufsteigend aus der Harnröhre in das Hodengewebe, während sich virale Infektionen meist infolge einer allgemeinen Virusinfektion (Influenza, EIA, EVA) entwickeln.
Die Entzündung kann entweder einen akuten oder chronischen Verlauf nehmen. Des Weiteren werden aseptische (= nicht infektiös) von eitrigen Entzündungen unterschieden. Bei einer akuten aseptischen Entzündung zeigen die betroffenen Hengste klassische Entzündungssymptome wie Schwellung, Wärme und eine starke Schmerzhaftigkeit der Hoden. Das Allgemeinbefinden ist meist deutlich gestört, es kommt zu Fieber und einem eingeschränkten Geschlechtstrieb. Weiterhin können ein verspannter Gang, manchmal auch einseitige Lahmheiten sowie Koliksymptome auftreten.
Chronische Entzündungen können sich aus akuten Prozessen heraus oder selbstständig entwickeln und sind durch eine unelastische, derbe, nicht warme Schwellung der Hoden und erheblich geringer ausgeprägte allgemeine Symptome gekennzeichnet. Verklebungen der Hodenhüllen mit dem Hoden können zu einer stark eingeschränkten Beweglichkeit des Hodens führen.
Handelt es sich um eine eitrige Entzündung, sind Hoden und Samenstrang heiß, geschwollen und hochgradig schmerzhaft. In der Umgebung der Hoden kann sich ein Ödem (= Flüssigkeitsansammlung) oder auch eine Phlegmone (= eitrige Entzündung des Unterhautbindegewebes) entwickeln. Aufgrund des hohen Drucks durch die wenig elastische Außenhülle des Hodens kann es zu Nekrosen (= Absterben von Gewebe) und Granulom- oder Abszessbildung kommen.
Solltest du eins oder mehrere der oben aufgeführten Symptome bei deinem Hengst feststellen, kontaktiere bitte umgehend einen Tierarzt, um eine frühzeitige Behandlung einleiten zu können.
Ein ausführlicher Vorbericht des Besitzers, insbesondere im Hinblick auf eventuelle Deckakte, Verletzungen oder allgemeine Infektionen liefert dem Tierarzt bereits erste wertvolle Hinweise auf eine Orchitis. Der Tierarzt wird daraufhin eine allgemeine klinische Untersuchung durchführen, wobei er Hoden und Hodensack gründlich abtastet. In vielen Fällen kann er nach dieser Untersuchung anhand der klinischen Symptome bereits eine Diagnose stellen.
Um die Diagnose zu bestätigen und andere sich ähnlich darstellende Erkrankungen wie etwa Hodentumoren, Flüssigkeitsansammlungen im Genitalbereich oder Hodenbrüche abzugrenzen, kann eine zusätzliche Ultraschalluntersuchung sowie die bakteriologische Untersuchung von Samen- und Tupferproben sehr hilfreich sein.
Eine akute Entzündung wird zunächst lokal und allgemein mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamenten behandelt. Nicht-infektiöse Entzündungen können durch Ruhe, Kaltwasserduschen, und kühlende Salben gelindert werden. Auf tiefenwirksame Salben oder Wärme sollte aufgrund der hohen Empfindlichkeit des Hodengewebes unbedingt verzichtet werden, da es sonst leicht zu Gewebeschäden kommen kann. Bei nachweislich bakterieller Entzündung wird dein Tierarzt entsprechende allgemeine antibiotische Präparate verordnen. Größere Stichverletzungen müssen chirurgisch versorgt werden.
Chronische Hoden- und Nebenhodenentzündungen sind nicht therapierbar. Sie erfordern aufgrund des irreparabel zerstörten Hodengewebes, wie auch bei schwerwiegende akut-eitrige Entzündungen mit Abszessbildung oder Nekrose, meist eine einseitige Kastration.
Im Hinblick auf die Erhaltung der Fruchtbarkeit des Hengstes, besteht immer eine zweifelhafte Prognose, da entzündliche Veränderungen des Hodengewebes innerhalb kürzester Zeit zu einer gestörten Spermienbildung führen. Die konkreten Heilungsaussichten richten sich nach Ausmaß, Verlauf und Dauer der Entzündung.
Es gibt verschiedenste Situationen, in denen dein Hund in Not geraten kann. Aber handelt es sich tatsächlich um einen Notfall? Und wie handelst du nun richtig? Hier findest du nützliche Informationen zur Einschätzung der Situation deines Hundes. Wichtig ist zunächst, dass du Ruhe bewahrst und einen klaren Kopf behältst.
Sie können sehr empfindlich sein und sogar bocken. Rossige Stuten können die Reitfreude schmälern. Doch nicht alle zeigen die typischen Anzeichen und bei der einen oder anderen Stute muss beim Wunsch nach Trächtigkeit sogar etwas nachgeholfen werden.
Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine sehr gefährliche, bakterielle Infektion, die vorrangig junge Kaninchen, Hamster, Ratten oder Mäuse betrifft. Sie ist häufig durch einen perakuten Verlauf gekennzeichnet, der in den meisten Fällen mit dem Tod des Tieres endet. Auch andere Säugetiere können sich mit dieser Krankheit infizieren.
Vögel wie Wellensittiche, Beos oder Papageien können nicht nur sprechen lernen, sie sind auch fähig, kleine Aufgaben zu lösen. Mit ausreichend Geduld und ein paar Kniffen zur Dressur können Mensch und Vogel gemeinsam sehr viel Spaß haben. Und das Ergebnis kann sich oft auch sehen lassen!
Die durch Parasiten verursachte Kokzidiose ist eine beim Kaninchen häufig vorkommende Erkrankung. Es werden die Leber- und die Darmkokzidiose unterschieden. Besonders gefährdet sind junge, gestresste oder geschwächte Kaninchen.
Links und rechts des Afters liegen beim Hund die beiden Analbeutel, in deren Inneren sich die Analdrüsen befinden. Das von diesen Drüsen produzierte, übelriechende Sekret wird in den Analbeuteln gesammelt und dient dem Hund als individuelle Duftmarke, die bei jedem Kotabsatz mit abgegeben wird. Eine Entzündung der Analbeutel kann für den Hund sehr unangenehm und schmerzhaft sein.
Sowohl Hunde als auch Katzen können auf bestimmte Futtermittelbestandteile allergisch reagieren. Dabei kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Inhaltsstoffe des Futters. Allein ein bis fünf Prozent aller und zehn Prozent der allergischen Hauterkrankungen des Hundes sind auf Futtermittelallergien zurück zu führen. Betroffen sind Tiere jeder Rasse und jeden Alters. Wie beim Menschen wird auch bei Hunden und Katzen eine Zunahme von Allergien beobachtet.
Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine meist angeborene Gefäßmissbildung der Leber, die erstmals 1949 beschrieben wurde. Der „Shunt“ ist ein Verbindungsgefäß, welches das aus dem Körperkreislauf kommende Blut an der Leber vorbei, direkt in die Hauptvene und damit ungefiltert zum Herzen leitet. Durch die fehlende Entgiftungsleistung der Leber kommt es dadurch zu einer schleichenden inneren Vergiftung des Tieres.
Die Pulmonalstenose, auch als Pulmonalarterienstenose bezeichnet, gehört zu den häufigsten angeborenen Herzerkrankungen des Hundes und beschreibt die Verengung der Lungenschlagader, die aus der rechten Herzkammer entspringt. Bei der Katze kommt diese Herzerkrankung nur äußerst selten vor.
Unter einer Widerristfistel werden jegliche Erkrankungen am Widerrist des Pferds verstanden, die mit einer Entzündung und Fistelbildung einhergehen.
Viele Menschen finden Vögel faszinierend. Und manche gefiederten Freunde können nicht nur sehr lange mit „ihrem“ Menschen leben, sondern haben auch einen engen Bezug zu ihm. Doch was braucht man eigentlich, damit beim Einzug der gefiederten Mitbewohner alles perfekt vorbereitet ist?
Ein Thema, über das viele Pferdebesitzer nicht so gerne nachdenken, ist, dass Pferde hin und wieder transportiert werden müssen. Dabei ist es wichtig, darauf vorbereitet zu sein und das Verladen und Transportieren unseres Pferdes tatsächlich vorab zu üben. Denn wenn es plötzlich heißt „das Pferd muss auf den Pferdeanhänger“, kann sich so manches Tier widerspenstiger anstellen als gedacht. Verladen und Transport bedeutet ein gewisses Maß an Stress für unsere Pferde. Selbst die Profis unter diesen Pferden, die so manches Wochenende zum Turnier reisen, werden eine gewisse Anspannung zeigen. Aber der Transport ist Übungssache, je mehr wir es zur Routine werden lassen, umso einfacher wird es für das Pferd. Um ein Pferd von A nach B zu bringen, müssen für eine gute Reise selbstverständlich Zugfahrzeug und Pferdeanhänger kompatibel und die technischen Bedingungen erfüllt sein. Sehr wichtig ist auch, dass der Equidenpass des Pferdes mitgeführt wird.